Allgemeine Informationen

Hintergrundinformationen Schulobst- und -gemüseprogramm

Ziele

Mit dem niedersächsischen Programm soll der Obst- und Gemüseverzehr bei Kindern erhöht werden. Attraktive Obst- und Gemüseangebote direkt in den Schulen auszugeben verfolgen das Ziel, die gewohnten Verzehrsmuster der Kinder durch die Verfügbarkeit von frischem Obst und Gemüse an Schulen nachhaltig positiv zu verändern.
Da sich die Geschmacksvorlieben und –abneigungen im frühen Kindesalter entwickeln und maßgeblich durch die Familie und das soziale Umfeld wie Kindergarten oder Schule geprägt werden, kann das Schulobstprogramm dazu beitragen, bei Kindern frühzeitig gesundheitsförderliche Verhaltensweisen und Handlungskompetenzen aufzubauen.

Wir möchten durch eine verbesserte Nährstoffversorgung über Obst und Gemüse einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Gleichzeitig möchten wir auch erreichen, dass Kinder wieder regionale und saisonale Obst- und Gemüsesorten kennenlernen und wissen, wie sie schmecken.

Zielgruppe des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms in Niedersachsen sind Kinder in Grundschulen mit den Klassen 1 bis 4 und Förderschulen mit den Klassen 1 bis 6 dazu kommen noch die Landesbildungszentren mit den Klassen 1 bis 6 und die Schulkindergärten (Gesamtschülerzahl in NI der potentiell berechtigten Zielgruppe rd. 313.000).

Die Abgabe von Obst und Gemüse wird zu 75 % aus EU-Mitteln und zu 25 % aus Landesmitteln übernommen. Insgesamt kann in dem Durchführungszeitraum 08. August 2016 bis 16. Juni 2017 die Abgabe von Obst und Gemüse an Kinder im Grundschulalter in Höhe von 6 Mio. Euro abgerechnet werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Regelungen auf EU-Ebene und die gesetzliche Basis in Deutschland sind hier zu finden: http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/KitaSchule/_Texte/Schulobst.html

In Deutschland führen die Länder das EU-Schulobstprogramm durch. Diese reichen je nach Ressourcen und regionalen Besonderheiten ihre regionalen Strategien über den Bund bei der Kommission ein. Diese Strategie muss Angaben enthalten über Budget, Zielgruppen, Zeitraum, förderungswürdige Produkte und die geplanten flankierenden Maßnahmen.

  • Regionale Strategie Niedersachsen
  • Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Abgabe von Obst und Gemüse an Kinder in der Freien Hansestadt Bremen und im Land Niedersachsen (SchulobstRL-NI) RL-Schulobst_2015

Evaluation zum EU-Schulobst- und -gemüseprogramm

Die Umsetzung des SOP sowie dessen Wirksamkeit sind entsprechend den EU-rechtlichen Vorgaben periodisch zu bewerten. Die Bewertung der Umsetzung in Niedersachsen für die Schuljahre 2014/15 und 2015/16 liegt vor. Demnach ist das SOP schon nach zwei Jahren Umsetzungszeit in den niedersächsischen Schulen gut implementiert.
Den Kurzbericht der Evaluation finden Sie hier:
Kurzbericht Evaluation SOP Niedersachsen_final

Die Evaluation des Bundes finden Sie unter folgendem link: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Kita-Schule/EU-Schulfrucht_Evaluationsbericht.html

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zur Teilnahme im Schuljahr 2016/17 haben alle Schulen, die bereits am EU-Schulobst- und -gemüseprogramm in Niedersachsen teilgenommen haben, eine Bewertung des vorherigen Schuljahres abgegeben.
Die Auswertung dieser Angaben zum Schuljahr 2015/16 hat ergeben, dass für die Schülerinnen und Schüler

  • die beliebtesten Obsterzeugnisse: Äpfel, Bananen und Erdbeeren sind;
  • die beliebtesten Gemüseerzeugnisse: Gurken, Karotten/Möhren, Paprika und Kohlrabi sind;
  • die am wenigsten beliebten Obsterzeugnisse: Stachelbeeren, Kiwis und Orangen/Apfelsinen sind;
  • die am wenigsten beliebten Gemüseerzeugnisse: Fenchel, Chicorée, Blumenkohl und Sellerie sind.

Wichtige Partner

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachen ist zentrale Anlaufstelle für fachliche, organisatorische und logistische Fragen rund um das Thema Schulverpflegung und ist auch Ansprechpartner für Schulen, wenn es um das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm geht.
http://www.dgevesch-ni.de/